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12.11.2010, 12:01 Uhr

„Leben und arbeiten in der Wolke“? Lebhafte Diskussion beim eco-Verband zeigt Probleme und Chancen für Cloud-Provider

Ist Cloud Computing bereits in den Köpfen des Mittelstandes angekommen?  Welche Chancen und Ängste Unternehmen beim Einsatz von SaaS-Lösungen und beim Verlagern Ihrer Daten in die Cloud haben, wurde beim LocalTalk des eco am Donnerstag in Köln diskutiert. Ziel war es, das Thema Cloud auf regionaler Ebene voran zu bringen, wobei Cloud-Provider aus der Praxis berichteten. In unserem Kurzbericht fassen wir für Sie die wichtigsten Diskussionspunkte zusammen.

Bedarf: Darum gewinnen Cloud-basierte Applikationen an Bedeutung

Cloud-Angebote sind der nächste Megatrend, attestierte zunächst Hannes Zehrer, Produktmanager archiv24 bei der DMI GmbH & Co. KG.  Besonders die Virtualisierung von Arbeitsplätzen, die stetig wachsende Nachfrage nach Tablets und die voraussichtliche Erhöhung der Breitband-Zugänge führen zu einer verstärkten Auslagerung von IT-Diensten zum ISP. Die Zukunft gehört der „App“, ergänzte Khaled Chaar, Managing Director Business Strategy bei der Pironet DMI GmbH & Co. KG. Denn in einer App kombiniert der Anbieter laut Chaar die Beratung, den Verkauf und die Bereitstellung eines Dienstes. Er bietet eine direkt nutzbare Lösung für ein Problem.

Verkauf: Die „Cloud“ ist nicht das Produkt – das Produkt ist die konkrete Anwendung!

Wichtig ist es nun, den Gedanken auch in den Köpfen der Kunden voran zu bringen. Die Teilnehmer stellten hier fest, dass das Thema bei vielen mittelständischen Unternehmen noch nicht angekommen ist. Entscheidet sich eine Firma für den Einsatz einer gehosteten Software, „hat dies meist zwei Gründe: Entweder möchte diese Kosten flexibilisieren und einsparen, oder sie haben einmal einen schmerzlichen Datenverlust erlitten kommen so über die Eskalation eines IT-Projektes in die Cloud“, meinte Khaled Chaar von Pironet. Hannes Zehrer ergänzte, „man sollte Cloud gegenüber dem Kunden auch nicht beim Namen nennen, so ein Begriff verunsichert nur. Wir stellen immer nur unser Produkt und den Lösungsansatz dahinter vor“. Für Bruno Wallraf (KPMA AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) ist dies der Grund, warum der Vertrieb von SaaS-Lösungen an die KMUs nur mit festen Kundenbindung funktionieren kann: „Diese Kunden wenden sich eher an Anbieter aus dem Mittelstand, denn die Nähe zum Kunden ist hier viel größer als zu Amazon oder zu Google, das müssen Sie ausnutzen. Sie verkaufen aber Lösungen, deren technische Komplexität der Kunde gar nicht verstehen kann. Er wird Ihnen das Produkt also nur abkaufen, wenn er Ihnen hier voll und ganz vertrauen kann“.

Abbildung 1: Live vom LocalTalk am Rhein in Köln, hier mit (v.l.) Andreas Weiss, Khaled Chaar, Bruno Wallraf und Hannes Zehrer. Weitere Bilder des Events finden Sie in unserer Facebook-Galerie.

Problem Datensicherheit: Machen Sie Ihren Kunden klar, dass die Daten bei Ihnen sicherer sind als bei ausländischen Anbietern

Problematisch halten viele Kunden nach wie vor die Datensicherheit und die Einhaltung des Datenschutzes, wenn plötzlich sensible Unternehmensdaten zum ISP ausgelagert werden. Darin sahen die Diskussionsteilnehmer jedoch eine noch ungenutzte Chance. Moderator Alexander Weiss, Direktor von EuroCloud Deutschland_eco e.V. betitelte es als Missverständnis, dass man überhaupt nicht wisse, wo die Daten letztendlich liegen. ISPs sollten Ihren Kunden gegenüber von Anfang an klar stellen, in welchem Rechenzentrum Anwendungen gehosted werden. Verweisen Sie auf die strickten Vorgaben im deutschen Rechtsraum, die Sie selbstverständlich einhalten.

Bruno Wallraf sieht deutsche Anbieter hier sogar klar im Vorteil gegenüber den Voreitern aus den USA, „selbst große amerikanische Cloud-Anbieter, Microsoft oder Amazon, ignorieren deutsche Regelungen, wie beispielsweise das Bundesdatenschutzgesetz. Deutsche Anbieter müssen sich diesen Vorteil bewusst machen“.

Auch für Hannes Zehrer ist die Kontrolle über die Daten seiner Kunden ein besonders wichtiger Aspekt seines Angebotes, denn seine digitalisierten Krankenakten bedürfen eines hohen Maßes an Sicherheit. Solange deutsche Kunden hier mit deutschen ISPs und Software-Herstellern zusammenarbeiten, sieht Khaled Chaar kein Problem für die Gewährleistung der Datensicherheit. „Aber der deutsche Mittelstand ist durchaus international orientiert, hier müssen Vereinbarung nochmals geprüft werden.“


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