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01.11.2010, 22:30 Uhr

Microsoft baut Azure-Cloud aus:
Virtuelle Windows-Server lassen sich direkt mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden

Mit einem Paukenschlag gab Microsoft auf der diesjährigen Professional Developer’s Conference (PDC) die Erweiterung der Azure-Cloud-Plattform  bekannt. Und das hat einen triftigen Grund: Bisher konnte sich die Azure-Cloud noch nicht gegen die großen Konkurrenten behaupten. Die Ursache liegt im sperrigen Umgang mit den angebotenen Diensten: Windows-Azure und die Windows Azure AppFabric lassen sich nur nutzen, wenn Kunden ihre Web-Anwendungen speziell an die Microsoft-Plattform anpassen. Zudem fehlt ein umfassender Administrationszugriff auf die virtuellen Maschinen.

Die nun angekündigten neuen Funktionen beheben diese Einschränkungen und ermöglichen besonders Unternehmensanwendern völlig neue Nutzungsszenarien. Die bisherigen Plattform-Dienste (Windows-Azure, Azure App Fabric und SQL Azure) werden um typische Infrastruktur-Dienste ergänzt. Dabei stehen drei Ziele im Vordergrund:

Ziel 1: Unternehmen sollen bestehende Anwendungen einfacher in die Azure-Cloud auslagern können.
Ziel 2: Bestehende Plattformdienste sollen um typische Funktionen für den Unternehmenseinsatz ergänzt werden.
Ziel 3: Web-Anwendungen sollen einfacher für die Azure-Cloud entwickelt und betrieben werden können.

Mit welchen neuen Funktionen Microsoft diese drei Ziele realisiert und wie der Konzern uns Hostern dabei gefährlich nahe kommt, lesen Sie im Folgenden.

Tipp der Redaktion:

Eine vollständige Zusammenfassung aller Funktionen finden Sie in der offiziellen Roadmap.

Neue Infrastrukturdienste: Wie Unternehmen eigene Server mit dem lokalen Unternehmen verbinden

Eine Kernneuerung der Azure-Cloud ist die Virtual Machine Role. Sie soll Ende 2010 als Beta-Version verfügbar sein. Dabei handelt es sich um einen virtuellen Windows-Server auf Basis von Hyper-V. Damit Kunden ihre Anwendungen möglichst einfach portieren können, erzeugen Sie einfach ein VHD-Image Ihres lokalen Windows Server 2008 R2 und übertragen dies an Microsoft. Alternativ zur Erstellung eines Images plant Microsoft in 2011 auch eine Art Online-Baukasten, mit dem Kunden online virtuelle Maschinen mit Anwendungen bestücken können. Administratoren steuern die Instanzen zukünftig bequem per Remote Desktop Protokoll (RDP). Das will Microsoft noch in diesem Jahr ermöglichen.

Als eine herausragende Funktion kündigt Microsoft außerdem Azure Virtual Network für das erste Halbjahr 2011 an. Damit erstellen Kunden per Web-Oberfläche ein virtuelles Netzwerk auf Basis von IPSec und IPv6, über das sie ihre Azure-Instanz in ihr lokales Netzwerk integrieren. Das erleichtert Unternehmen die Auslagerung von Anwendungen. Angeblich soll sogar ein Domain-Join möglich sein, Details dazu sind jedoch noch nicht bekannt.

Beachten Sie:  Zeitgleich startet Microsoft ab Ende des Jahres eine Preisoffensive. Die “Extra Small Instance” kostet 0,05 US-Dollar pro Rechenstunde (oder 36 US-Dollar pro Monat) und beinhaltet 1.0 GHz,  768 MB RAM, 20 GB Speicherplatz.

Verbesserte Plattformdienste: Mit diesen Diensten sollen Unternehmen lokale SQL-Server  auslagern

Neben den neuen Infrastruktur-Funktionen plant Microsoft vor allem auch die Verbesserung der bestehenden Plattformdienste. So wurde SQL-Azure grundliegend erweitert: Es sollen auch die für viele Unternehmensanwendungen wichtigen Reporting-Dienste unterstützt werden. Damit die lokalen Daten jedoch überhaupt in die SQL-Azure-Datenbank gelangen, verbessert Microsoft auch die Synchronisationsfunktionen. So soll ein Abgleich der Datenbank zwischen lokaler und SQl-Azure-Datenbank zukünftig per Mausklick möglich sein. Die Reporting-Dienste und die neue Synchronisation sind ab dem ersten Halbjahr 2011 verfügbar.

Die Verwaltung der Datenbanken erfolgt ab Ende des Jahres nicht mehr nur per SQL Server Management-Studio sondern über eine neue Web-Oberfläche, die auf Silverlight basiert.

Entwickler-Dienste: Wie Sie zukünftig einfacher Anwendungen für Azure entwickeln und austauschen

Damit das Angebot von Anwendungen für Azure wächst, verbessert Microsoft auch die Entwicklerdienste. So lassen sich beispielsweise mit Azure AppFabric Connect ab sofort über den Windows Azure AppFabric Service Bus On-premise-Anwendungen mit auf AppFabric laufenden Anwendungen koppeln. So entstehen hybride Anwendungen, die teilweise weiterhin im Unternehmensnetzwerk laufen. Möglich wird das mithilfe von neuen Erweiterungen für Microsofts BizTalk Server 2010, die bereits jetzt verfügbar sind.

Den Austausch der Anwendungen für Azure bündelt Microsoft im Azure Marketplace. Hier können Azure-Anwendungen zum Kauf angeboten und erworben werden. Ein ähnliches Angebot gibt es auch für Inhalte und Daten. Im DataMarket können Daten und Inhalte, wie z.B. Geodaten oder Nachrichten, angeboten und erworben werden. Während der DataMarket bereits verfügbar ist, hat Microsoft für den Marketplace eine Beta-Version für Ende 2010 angekündigt.

Fazit: Microsoft ist aufgewacht und kommt Ihnen als Hoster immer näher

Microsoft meint es ernst! Die umfangreiche Erweiterung der Azure-Cloud macht es Unternehmen zunehmend einfacher, lokale Anwendungen in die Cloud-Infrastruktur von Microsoft auszulagern. Besonders interessant scheint hierbei auch die Möglichkeit, das lokale Netzwerk mit dem virtuellen Netzwerk der Azure-Cloud zu koppeln. Per Domain-Join können entfernte Systeme sogar der lokalen Windows-Domäne im Netzwerk beitreten. Durch diese Infrastrukturdienste fischt Microsoft nun auch in Ihrem Marktteich als Hoster. Zwar ist die Azure-Plattform noch nicht wirklich etabliert, doch die neuen Funktionen machen Azure erstmals zu einer interessanten Hosting-Plattform für Unternehmensanwendungen.


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