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17.11.2010, 09:23 Uhr
Interview mit Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange

Open-Xchange sagt Microsoft den Kampf an: „Microsoft bestimmt nicht nur den Marktpreis, sondern auch die Marge der Hoster, das ist bei uns nicht der Fall.“

Lange Zeit galt Microsoft als Platzhirsch für Hosted E-Mail- und Groupware-Lösungen. Doch Open-Xchange legt nun gewaltig nach. Das Unternehmen erwartet bis zum Ende des Jahres 24 Mio. Benutzer, mehr als  60 Hoster vertrauen bereits heute der Lösung. Das hat einen Grund: Open-Xchange bietet nicht nur mehr Funktionen, sondern auch ein auf Hoster zugeschnittenes Partnermodell. Hoster stehen deshalb vor der Wahl des passenden Anbieters – Platzhirsch oder Underdog?  Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange, verrät in unserem Interview, wie sich Open-Xchange von anderen Lösungen exakt unterscheidet und warum Hoster nicht länger auf Microsoft als Partner setzen sollten.

WHN:

Herr Laguna, Ihr diesjähriger Open-Xchange Partner Summit stand unter dem Leitsatz: „der Höhenflug geht weiter“. Wie sah denn der Höhenflug für Open-Xchange im vergangenen Jahr genau aus?

Laguna:
Unseren Höhenflug mache ich zum einen an der Anzahl der Neukunden fest, das drückt sich immer sehr gut in unserer Anzahl der Mail-Accounts aus. Hier können wir uns bis zum Jahresende aller Voraussicht nach um 60% auf 24 Millionen steigern. Natürlich merken wir eine solche Steigerung dann auch am Umsatz. Insgesamt wächst Open-Xchange in diesem Jahr um ca. 70%. Und auch wenn unser on-premise-Geschäft gut läuft, kommt die Steigerung vor allem  aus dem SaaS-Bereich, wo wir in diesem Jahr mit über 100 % wachsen.

WHN:

Der Markt für Hosted E-Mail-Lösungen ist stark umkämpft. Microsoft spielt hier eine besonders dominante Rolle. Warum sollte sich ein Hoster für Sie als Partner und nicht für Microsoft entscheiden?

Laguna:
Im Gegensatz zu Microsoft sind wir für ISPs keine Konkurrenz! Unsere Partner behalten garantiert ihre Kunden und die Kontrolle über das System. Damit distanzieren wir uns insofern von Microsoft, als das diese ja nun mit einem Direktangebot, das von Microsoft gehostet wird, um Kunden werben. Microsoft setzt mit Hosted Exchange den Preis im Markt mit dem Problem, dass mit dem Erwerb von teuren Lizenzen damit schon vorher auch die Marge festgelegt wird. Microsoft bestimmt also nicht nur den Marktpreis, sondern auch die Marge der Hoster. Das ist bei uns nicht der Fall. Unser Angebot überzeugt außerdem, weil

  1. 1. es white-labeled eingesetzt werden kann,
  2. 2. wir ein faires Preis-Modell differenziert nach E-Mail und Groupware-Funktionen bieten un
  3. 3. das modulare System sehr einfach um weitere Applikationen zu erweitern ist.

Sie können Ihr Portfolio auf Basis unserer Lösung um so unterschiedliche Software-Angebote wie  VoIP oder CRM erweitern. Den vertraglichen Rahmen bestimmen Sie dabei direkt mit dem jeweiligen Anbieter. Wenn Sie einen unserer ISV-Partner wählen, stellen wir Ihnen dafür bereits die Technologie zur einfachen Integration bereit. Aber mit ein wenig Mehraufwand ist auch die Integration von anderen Applikationen in unsere Open Source Software möglich.

WHN:

Sie haben grade Microsofts eigenes E-Mail-Angebot, die BPOS (Business Producitivity Online Suite), erwähnt. Überlegen auch sie, die Endkunden direkt anzusprechen?

Laguna:
Nein, auf gar keinen Fall. Dieses Geschäftsmodell verfolgen wir definitiv nicht.

WHN:

Große Kunden Ihres Hauses, wie zum Beispiel 1&1, fahren trotzdem zweigleisig: Sie bieten sowohl Open-Xchange als auch Microsoft Hosted Exchange an. Warum?

Laguna:
Dass einige ISP zwei E-Mail-Lösungen anbieten, dafür sehe ich drei Gründe:

  1. 1. ist dies meistens historisch bedingt,
  2. 2. kann es eine Firmenstrategie sein, und
  3. 3. bieten Hoster ihren Kunden damit eine freie Auswahl.

Zu Beginn war Hosted Exchange von Microsoft das einzige Produkt auf dem Markt. Aber 1&1 hat bereits 2006 erkannt, dass die Marge damit geringer und Microsoft langfristig zum direkten Konkurrenten werden wird. Daher haben sie sich schon damals auch für Open-Xchange entschieden. Strategisch kommt es Moment zu dieser Aufteilung, da immer mehr Kunden mir sagen, sie benötigen eine Alternative zu Hosted Exchange. Zum einen, um die Kontrolle über ihre Kunden zu behalten, und zum anderen, um trotzdem Geld zu verdienen. Einige Provider haben dagegen einfach Kunden, die nur mit Microsoft oder mit Open-Xchange arbeiten möchten, und so können ISPs den Endkunden selbst die Wahl überlassen.

WHN:

Bietet Ihre Lösung denn eine ebenso gute Integration in Outlook und mobile E-Mail-Clients per ActiveSync?

Laguna:
Ganz genau. ActiveSync verwenden wir für die Smartphones und SyncML für die kleineren Geräte. Wir haben auch einen eigenen mobilen Client, die Open-Xchange Mobile App, dessen zweite Version grade im Beta-Stadium ist. Diesen kann man für kleine Bildschirme auf dem iPad und iPhone zusätzlich zum ActiveSync-unterstützten Client, installieren. Die Version ist voll HTML5-fähig und verfügt über eine lokale Speicherungsfunktion. Im März 2011 wird die neue Open-XchangeMobile App erhältlich sein.

WHN:

Wie wird sich Open-Xchange zukünftig weiter differenzieren?

Laguna:
Open-Xchange wird zukünftig verstärkt SaaS-Anwendungen integrieren, um den Endanwendern alle Funktionen eines vollständigen Desktops für Ihre alltägliche Kommunikation zu bieten. Dazu beinhaltet das nächste große Release den sogenannten Web Desktop. Hier können Kunden zusätzliche SaaS-Anwendungen per Widget einbinden.

Abbildung 1: Das nächste große Release wird um den Web Desktop ergänzt, auf dem Sie Ihren Kunden alle Kommunikation-Features und SaaS-Anwendungen gebündelt bereit stellen. Erfahren Sie in wenigen Tagen in einem exklusiven Artikel mehr über das neue Highlight (Quelle: Open-Xchange).

WHN:

Welche Trends sehen Sie für das kommende Jahr im E-Mail-Markt und was empfehlen Sie Hostern, um darauf zu reagieren?

Laguna:
Ich denke, man wird im nächsten Jahr noch sehr viel stärker merken, wie immens der Druck am Markt durch Google, Facebook und Microsoft wächst. Und diese sind nicht die einzigen, denn auch andere Spieler wie VMware, Cisco und IBM, sogar Oracle steigen hier ein. Wir diskutieren an diesem Punkt nicht mehr darüber, ob die Cloud boomt, sondern wie wir uns darin behaupten können. Wenn Sie Ihren Kunden keine entsprechenden Angebote machen können, werden Ihnen diese weglaufen.

Ich empfehle Hostern, sich auf Ihre absoluten Vorteile gegenüber diesen Riesen zu konzentrieren: vertrauensvolle Kundenähe und guten Service. Bieten Sie Ihren Kunden sinnvolle Lösungen und bauen Sie ein Portfolio auf, bei dem jeder Ihrer Kunden sagt: Mein ISP bietet mir alles, was ich brauche. Als spannende Bereiche sehe ich da im nächsten Jahr neben E-Mail vor allem VoIP und Lösungen für Sales und Rechnungswesen für Firmen.

Wir bedanken uns bei Herrn Laguna für das nette Gespräch und seine Zeit.


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