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30.11.2010, 09:05 Uhr

switchplus AG mischt die Schweiz auf: „Wir werden etwas Neues präsentieren, das es so auf dem Schweizer Markt bislang noch nicht gibt.“

Das wird den Hostern in der Schweiz nicht gefallen: Die switchplus AG, ein Tochterunternehmen der Non-Profit Organisation SWITCH, offizielle Registrierungsstelle für die länderspezifischen TLDs .ch (Schweiz) und .li (Lichtenstein), kündigt den Ausbau der Marktaktivitäten in der Schweiz an.

Seit Monaten wehrt sich eine Gruppe aus zehn Schweizer Hostern gegen diese Aktivitäten der switchplus, dazu gehört unter anderem die Hostpoint AG, die Dynamic-Net AG, die cyon GmbH und die Genotec AG. Der Vorwurf: Die SWITCH nutzt ihre Marktmacht aus und zweckentfremdet die Mittel der SWITCH. Mit einer Klage im Handelsgericht des Kantons Zürich erwirkte diese Gruppe eine superprovisorische Verfügung gegen die switchplus. Diese Verfügung wurde bereits wieder aufgehoben. Nach Einstellung des Verfahrens konterte SWITCH mit einer Klage auf Schadensersatz. Aktuell laufen noch mehrere Untersuchungen und Verfahren, eine friedliche Einigung zwischen den Parteien scheint in weiter Ferne.

Wir wollten deshalb wissen, wie switchplus Geschäftsführer Wolfram Schmidt die brenzlige Lage der SWITCH beurteilt. In unserem Interview erläutert er seine Sicht der Dinge und stellt die Zukunft der switchplus klar.

WHN: Herr Schmidt, präsentieren Sie uns die switchplus AG. Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen?

Schmidt: switchplus will das Internet verständlicher machen. Das merken Sie spätestens, wenn Sie unseren Kundendienst per E-Mail oder telefonisch kontaktieren. Unsere Mitarbeiter werden nicht nur intensiv geschult – sie befassen sich auch schon viele Jahre mit dem Thema Internet. Neben ihrem einmaligen Know-how zeichnet unsere Kundendienst-Mitarbeiter noch etwas anderes aus – ihr Bestreben, alle Ihre Anfragen zu lösen. Ganz gleich, wer dafür verantwortlich ist. Und ganz gleich, wie lange dies dauert.

Darüberhinaus haben wir mit dem sympathischen Helferlein „Switchie“ eine Plattform geschaffen, wo jeder seine Antworten zu Fragen rund um den Internetauftritt beantwortet bekommt – egal, ob er switchplus-Kunde ist oder nicht.



WHN: Einen wichtigen Aspekt lassen Sie aus. Ihr Name ist doch schon Besonders. Die „SWITCH“ ist als Non-Profit-Organisation für die Schweizer TLD „.ch“ zuständig und gleichzeitig ihre Muttergesellschaft. Sie selbst werben mit dem Slogan „Internet Services by SWITCH“. Profitieren Sie hier nicht von einem ungeheuren Vertrauensbonus, den potentielle Kunden in ihre Muttergesellschaft haben?

Schmidt: Unsere „Subline“ sagt das aus, was wir sind: wir sind ein Tochterunternehmen von SWITCH, das dem Kundenwunsch entsprechend weitere Dienstleistungen im Bereich Internet-Auftritt anbietet. SWITCH hat über Jahre hinaus einen herausragenden Kundendienst angeboten und in diesem Bereich auch viele Probleme gelöst, die von anderen verursacht wurden. switchplus versucht dieser Tradition gerecht zu werden und sie fortzuführen.


WHN: Ihre Widersacher werfen Ihnen den Missbrauch der Marktmacht und die Zweckentfremdung der Mittel der SWITCH vor. Wie sehen Sie dies als Vorstand?

Schmidt: switchplus arbeitet mit SWITCH wie jeder andere Partner auf Basis des Partnervertrags zusammen.


WHN: Die Wettbewerbskommission prüft nun den Sachverhalt. Vor dem Verfahren hatte sogar das Handelsgericht des Kantons Zürich ein superprovisorisches Verbot wegen kartellrechtswidrigem Missbrauch ausgesprochen. Wie erwarten Sie vor diesem Hintergrund das Ergebnis der WEKO?

Schmidt: Die superprovisorische Verfügung wurde vor Gericht wieder aufgehoben und SWITCH wurde somit Recht gegeben. Zu den Vorabklärungen der WEKO kann ich keine Stellung nehmen, solange die WEKO sich dazu noch nicht geäussert hat.


WHN: Es geht das Gerücht um, dass die Switch sich mit switchplus nur für nach dem Jahr 2015 absichern will. Dann nämlich fällt das Monopol der Vergabe für .ch-Domains weg, sieht die Switch in der switchplus ein neues Standbein?

Schmidt: SWITCH hat vor zwei Jahren damit begonnen, sich intensiv mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen, wenn im Jahr 2015 der Vertrag mit dem Bakom (Schweizer Bundesamt für Kommunikation) für die Registriertätigkeit mit Domain-Namen ausläuft. In diesem Bereich sind heute sehr viele Mitarbeiter direkt und indirekt über Geschäftspartner beschäftigt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Anfragen von Kunden, die mehr Dienstleistungen wollten – mehr als SWITCH als Registrierungsstelle anbieten konnte beziehungsweise durfte. Man suchte nach gemeinsamen Lösungen und beschloss schließlich, ein kommerzielles Tochterunternehmen zu gründen.


WHN: Wie wird switchplus zukünftig das Angebot ausweiten? Bisher konzentrieren Sie sich lediglich auf klassische Shared Hosting-Dienstleistungen. Dürfen wir auch mit einem Server- oder Cloud-Angebot rechnen?

Schmidt: Kunden sollen von switchplus in Zukunft einen Internetauftritt aus einer Hand erhalten, das ist unser Ziel. Wir haben dazu viele langfristige Pläne und Angebote, die wir noch umsetzen werden. Was genau, möchte ich noch nicht verraten. Nur so viel: Im neuen Jahr werden wir etwas Neues präsentieren, das es so auf dem Schweizer Markt bislang noch nicht gibt.

Wir bedanken uns bei Herrn Schmidt für seine Zeit.


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