buy viagra
buy cialis
cheap cialis
generic viagra
10.12.2010, 15:40 Uhr

Wann Ihre Festplatten durch zu hohe Tonfrequenzen im Rechenzentrum zerstört werden – Wagner zeigt Schutzvorkehrungen

Das hat selbst einige Teilnehmer des eco Arbeitskreises Datacenter noch verwundert: Neuere Festplatten mit hochsensiber Elektronik können allein durch eine gesteigerte Geräuschentwicklung teilweise starke Schäden nehmen. Beim Diskussionsthema „Sicherheit in Rechenzentren“ denken viele zuerst an Schwelbrände durch Überspannung oder Wasserschäden. Dass Ihre IT auch durch ganz andere Einflüsse Schaden nehmen kann, erläuterte Peter Clauss von der Wagner Group GmbH in seinem Vortrag: „Die neuste Festplatten-Generation ist durch ihre sensible Elektronik so geräuschempfindlich, dass es ab einer Lautstärke von über 100 Dezibel bereits zu Datenverlusten kommen kann. Als Konsequenz kann die installierte Brandschutzanlage Ihre Server vor einem Feuer schützen, möglicherweise kann es durch die Gaslöschtechnik im gleichen Atemzug aber zu Festplattenschädigungene kommen.“

Was das bedeutet, musste der amerikanische Hoster „WestHost“ im Februar erfahren. Im Rahmen einer Feuerübung wurde fast die gesamte Hardware beschädigte. Das Rechenzentrum war ganze sechs Tage außer Betrieb.

Abbildung 1: Der Bundesverband Technischer Brandschutz informiert in einem Merkblatt über das Problem der Festplattenschäden. (Quelle bvfa)

Wagner und bvfa stellen fest: Laute Geräusche sind Schuld am Datenverlust

Die Experten von Wagner beobachteten im Zusammenhang mit Gaslöschanlagen vermehrt Funktionsstörungen von der Notabschaltung bis hin zum totalen Datenverlust bei Festplatten. Der Grund dafür ist in der neueren und empfindlicheren Bauweise der Festplatten zu suchen, da diese Ereignisse auch in IT-Räumen aufgetreten sind, die schon seit vielen Jahren erfolgreich ohne bekanntgewordene Festplattenschäden durch Gaslöschanlagen geschützt sind.

Der Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. (bvfa) fand heraus: Die Ursache der Störungen lag an einer erhöhten Geräuschentwicklung, wie sie zum Beispiel durch ein pneumatisches Horn, dass aus Personenschutzgründen beim Auslösen der Gaslöschanlage ertönt, oder aber das Austrittgeräusch an den Löschdüsen bei der Raumflutung entsteht. Weitere Tests bestätigten, dass ein „einfaches Händeklatschen in unmittelbarer Nähe der Festplatten“ laut dem bvfa bereits ausreicht, um Funktionsstörungen an den sensiblen Bauteilen hervorzurufen.

Ein Schalldruckpegel von 110 Dezibel in Verbindung mit hohen Frequenzen kann bereits zur Unterbrechung des Schreib-Lesevorgangs und/oder zu dauerhaften Fehlern auf der Festplatte führen. Dabei zeigten sich „Enterprise Class“ Festplatten weniger empfindlich als „near-line-class“ Geräte. Eindrucksvoll zeigt auch ein Video bei Youtube, wie ein veränderter Schallpegel auf Festplatten wirkt.

Video: Dieser Admin hat das Problem erkannt und demonstriert die Funktionsstörung in einer Live-Demo. (Quelle: YouTube)

Beim Schutz Ihrer Festplatten vor Funktionsstörungen durch Geräuscheinwirkungen helfen Ihnen folgende Maßnahmen:

  • - Einsatz von schallgedämpften Server-Racks zum Einbau der Festplatten
  • - Herunterfahren und Abschalten der Festplatten vor Funktionstests oder Probeflutungen der Gaslöschanlage
  • - Erhöhung der Düsenzahl oder/und Einsatz schallgeminderter Düsen mit ausreichend Abstand zur Festplatte
  • - Einsatz von schallgedämpften Alarmfanfaren oder leiseren elektronischen Alarmhupen

Zum Nachrüsten der Brandmeldeanlagen hat die Wagner GmbH den Schalldämpfer FirExting SILENT entwickelt, der den durch die Düsen von Gaslöschanlagen verursachten Schalldruckpegel in einem Test des Herstellers auf unter 98 Dezibel gegenüber 130 Dezibel ohne Schalldämpfer reduzieren konnte, womit Festplattenschäden vermieden werden können.