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03.01.2011, 14:55 Uhr

PuTTY hat ausgedient: Wie Sie mit KiTTY Ihre SSH-Administration vereinfachen

PuTTY ist auch unter Windows seit Jahren unangefochtener Standard für den Konsolenzugriff auf Hosting-Server per SSH und Netzwerkgeräte per Telnet. Leider ist der Client jedoch wenig komfortabel und bietet Ihnen kaum Möglichkeiten, Ihre Arbeit zu vereinfachen. Bei uns ISP ist er für die Administration unzähliger Systeme daher leider nicht geeignet. Anders sieht das bei dem Windows-Programm KiTTY aus. KiTTY ist ein Fork von PuTTY 0.60 und bietet somit nahezu alle Funktionen, die Sie von PuTTY kennen. Allerdings haben die Entwickler KiTTY um zahlreiche praktische Extras ergänzt, mit denen Sie Ihre Arbeit vereinfachen und automatisieren.

Der Umstieg auf KiTTY ist übrigens denkbar einfach: Sie laden das Programm kostenlos herunter und führen die EXE-Datei, wie Sie es von PuTTY kennen, direkt aus. Anschließend erleben Sie bereits die erste positive Überraschung: Sämtliche in PuTTY gespeicherten Verbindungen werden in KiTTY übernommen und können direkt verwendet werden.

Eine vollständige Auflistung der Zusatzfunktionen von KiTTY finden Sie direkt auf der Internetseite des Programms. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten fünf Spezialfunktionen für uns ISP vor.

Spezialfunktion 1: Organisieren Sie Ihre Verbindungen endlich dank Ordnerstruktur und Sitzungs-Filter

KiTTY ermöglicht Ihnen endlich die Organisation von gespeicherten Verbindungen. Zwar wurde die unübersichtliche Listendarstellung der gespeicherten Verbindungen von PuTTY übernommen, jedoch haben die Entwickler sie bei KiTTY erweitert. Die Verbindungen können Sie hier innerhalb von Ordnern speichern. Durch die Auswahl des entsprechenden Ordners werden dann nur noch diejenigen Verbindungen angezeigt, die sich in dem Ordner befinden.

Abbildung 1: Durch die Auswahl des Ordners „Webhosting“ werden nur die darin befindlichen Verbindungen angezeigt.

Das ist gerade für uns Hoster eine unverzichtbare Funktion. In PuTTY mussten wir uns bisher leider mit speziellen Namenskonventionen beim Speichern von Verbindungen behelfen, wenn wir den Überblick über die unzähligen gespeicherten SSH-Verbindungen behalten wollten.

Spezialfunktion 2: Starten Sie neue Verbindungen schneller mit der Launcher-Funktion

Auch das Öffnen der gespeicherten Verbindungen ist mit KiTTY unter Windows extrem einfach möglich. Wenn Sie KiTTY über die Kommandozeile mit dem folgenden Befehl starten integrieren Sie KiTTY mit der sogenannten Launcher-Funktion in die Taskleiste von Windows:

kitty.exe -launcher

Über das Tray-Icon für KiTTY, eine runde schwarze Kugel, nehmen Sie nun wichtige Aktionen einfach per Mausklick vor. Ohne das Hauptfenster des Programms öffnen zu müssen, nutzen Sie mit einem Linksklick auf das Tray-Icon ein Menü, über das Sie gespeicherte Verbindungen direkt öffnen oder Einstellungen des Programms verändern. Mit der rechten Maustaste greifen Sie zudem direkt auf alle geöffneten Verbindungen zu. Das ist besonders nützlich, wenn Sie bei der Administration Ihrer Server gleichzeitig zahlreiche SSH-Sitzungen geöffnet haben.

Spezialfunktion 3: Automatisieren Sie Zugriffe durch Auto-Login und Login-Script

Beim Herstellen von Verbindungen bietet KiTTY uns direkt die nächste wertvolle Funktion: Automatisierung beim Login. Unter „Connection“ -> „Data“ finden Sie in KiTTY drei Funktionen, mit denen Sie eine Automatisierung beim Login erreichen:

  • - Auto-Login: Geben Sie hier Benutzernamen und Passwort an, um beim Herstellen der Verbindung automatisch angemeldet zu werden. Das ist besonders praktisch, wenn Sie die Verbindungen aus einem Script heraus aufrufen wollen.
  • - Command: Hier geben Sie Kommandos an, die automatisch nach dem Herstellen der Verbindung der Reihe nach ausgeführt werden. Sie können dabei auch mehrere Kommandos angeben, wenn Sie diese mit „\n“ voneinander trennen.
  • - Login script file: Sie geben eine Textdatei an, die jeweils zeilenweise die erwartete Antwort vom Server und die darauf folgende Eingabe Ihres Clients enthält. Dafür müssen Sie jedoch jeweils die Ausgabe des Servers im Voraus kennen, wodurch sich diese Funktion nur für sehr spezielle Automatisierungsaufgaben eigenet.

Tipp des Autors: In der Datei kitty.ini unter „%appdata%\kitty“ geben Sie mit den drei Parametern „bcdelay“, „commanddelay“ und „initdelay“ die Verzögerungen an, die bei der Automatisierung zwischen den einzelnen Aktionen und  Kommandos eingebaut werden.

Abbildung 2: Mit KiTTY automatisieren Sie die Anmeldung und lassen automatisch bestimmte Kommandos ausführen.

Mit diesen Funktionen lassen Sie KiTTY z.B. einfache Wartungsaufgaben selbst übernehmen oder aber Standardüberprüfungen ausführen, die Sie bei der Fehlersuche auf Ihren Servern sonst manuell durchführen.

Tipp des Autors: Wenn Sie sowohl die Auto-Login-Funktion als auch Login-Kommandos für eine gespeicherte Verbindung hinterlegt haben, können Sie diese gespeicherte Verbindung von der Konsole aus oder aus einem Script aufrufen und so Login und Login-Kommandos komplett automatisch ausführen lassen. Den Aufruf realisieren Sie über den Parameter „-load“, gefolgt von dem Namen der gespeicherten Verbindung, z.B.:

kitty.exe -load "webhosting05"

 

Spezialfunktion 4: Beschleunigen Sie das Arbeiten in geöffneten Sitzungen

Nach dem Herstellen der Verbindung bietet KiTTY Ihnen einige Funktionen, um in der geöffneten SSH-Sitzung effizient zu arbeiten. Dazu gehören insbesondere zwei Tastenkombinationen, die Ihre tägliche Arbeit in SSH-Sitzungen beschleunigen:

  • - Duplizieren von Verbindungen: Halten Sie die Tasten [Strg] + [Shift] gleichzeitig gedrückt und klicken Sie in eine geöffnete Verbindung. Es wird ein zweites Fenster mit derselben Sitzung geöffnet.
  • - Ausführen lokaler Scripte: Drücken Sie in einer geöffneten Verbindung die Tastenkombination [Strg] + [F2]. Es wird dann ein Öffnen-Dialogfenster angezeigt, in dem Sie eine lokale Script-Datei von Ihrem Rechner auswählen, die anschließend in der Sitzung ausgeführt wird.

Spezialfunktion 5: Mit der portablen KiTTY-Version haben Sie sämtliche Remote-Verbindungen stets parat

Indem Sie eine portable Version von KiTTY erstellen, werden die Einstellungen nicht mehr in der Registrierung von Windows gespeichert, sondern direkt bei der EXE-Datei des Programms. Sie können dadurch KiTTY mit sämtlichen Einstellungen z.B. auf einem USB-Stick bei sich führen. Diesen sollten Sie dann allerdings sicher verschlüsseln, damit die Einstellungen beim Verlust des USB-Sticks vom Finder nicht direkt ausgelesen werden können.

Um eine portable Version von KiTTY zu erstellen, erzeugen Sie einfach im Verzeichnis der „kitty.exe“ eine neue Datei namens „kitty.ini“ mit den folgenden beiden Zeilen als Inhalt:

[KiTTY]
savemode=dir

Nachdem Sie nun die „kitty.exe“ gestartet haben, die die „kitty.ini“ im selben Verzeichnis besitzt, speichert das Programm sämtliche Einstellungen und Verbindungen in sechs Ordnern (Commands, Folders, Launcher, Sessions, Sessions_Commands und SshHostKeys), die direkt im Verzeichnis der EXE-Datei angelegt werden.

Wenn Sie das portable KiTTY zum ersten Mal verwenden und eine Verbindung aufbauen oder Einstellungen speichern, werden die Ordner automatisch erstellt. Solange diese noch nicht existieren, haben Sie allerdings die Möglichkeit, die Einstellungen des PuTTY- oder KiTTY-Clients von Ihrem lokalen Rechner auf die portable Version zu übernehmen. Dafür wechseln Sie in der Kommandozeile in das Verzeichnis der portablen „kitty.exe“ und führen den folgenden Befehl aus:

kitty.exe -convert-dir

Es werden automatisch die sechs Ordner angelegt, die nun sämtliche PuTTY- bzw. KiTTY-Einstellungen Ihres lokalen Rechners beinhalten. Bereits in der portablen Version gespeicherte Einstellungen werden dabei allerdings überschrieben. Sie sollten die Einstellungen daher vor dem ersten Start der portablen Version übernehmen.

Fazit: KiTTY sticht PuTTY unter Windows aus dem Rennen und beschleunigt Ihre Arbeit per SSH

KiTTY bietet gerade uns ISP zahlreiche Funktionen, mit denen wir unsere Arbeit automatisieren und vereinfachen können. Der Wechsel zu KiTTY lohnt sich und ist durch die direkte Übernahme der gespeicherten Verbindungen aus PuTTY absolut unkompliziert.