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15.04.2011, 14:39 Uhr

Cloud Computing wird nachhaltig – Mittelstand diskutiert den Cloud-Einstieg auf dem eco LocalTalk

Gemeinsam mit Cloud-Einsteigern aus mittelständischen Unternehmen diskutierte der eco Verband am Donnerstag auf dem LocalTalk Möglichkeiten und Probleme beim Einsatz von Cloud-Diensten. Der Einladung des eco nach Düsseldorf waren Markus Stahl von SAP, Volker Ludwig von Interxion und Uwe Kopf von IBM gefolgt. Sie berichteten für die über 100 Interessierten aus der Praxis und teilten ihre Erfahrungen als Cloud-Provider mit dem Publikum.

„Ich hab mir vorgenommen, dass Wort ‚Cloud‘ nicht so oft zu benutzen“, scherzte Markus Stahl gleich zu Beginn der Diskussionsrunde. Aus diesem Vorhaben wurde allerdings nichts, denn bereits die Abgrenzung der verschiedenen Cloud-Architekturen und Bereitstellungs-Modelle als as-a-Service-Varianten eröffnete den LocalTalk für alle Einsteiger mit wolkigem Fachwissen zum Thema Cloud.

Das ist kein Hype“: Clouds werden rasant weiterentwickelt

Einig waren sich die Teilnehmer bei der Frage von Moderator Bernd Becker von EuroCloud Deutschland, ob der Cloud-Hype noch umzukehren sei, oder ob der Trend mittlerweile der Nachhaltigkeit weiche. „Das ist kein Hype, wir bemerken die Vorteile von Cloud Computing an allen Fronten, bei den Entwicklungen, bei den Geschäftsprozessen unserer Partner und auch bei den Anwendern. Der Nutzer erhält die für ihn passende Software, flexibel, mit den richtigen Bereitstellungsmechanismen – deswegen etablieren sich Cloud-Dienste auch bei den Anwendern“, meinte Markus Stahl.

„Nein, das ist ein unumkehrbarer Prozess“, bestätigte auch Uwe Kopf, „und die Weiterentwicklungen verlaufen rasant. Wir haben in einer Untersuchung ganz neue Geschäftsfelder im Zusammenhang mit der Cloud gesehen, darunter die Cloud Builder für das Design und die Implementierung, Cloud Infrastruktur Betreiber mit ihren IaaS und PaaS Diensten sowie Application Provider mit den SaaS-Modellen. Die Cloud wird sich nur noch weiter entwickeln, aber nicht mehr umkehren.“

Cloud Computing erlaubt die Entwicklung von revolutionären Lösungen

Dass Cloud Dienste heute bereits ausgereifter und sicherer sind als der Skeptiker vermuten mag, konnte auch Volker Ludwig bekräftigen. Er berichtet kurz von dem Forschungsprojekt „Frankfurt Cloud“, das Interxion gemeinsam mit der Goethe Universität Frankfurt und der Deutschen Bank durchführt. Dabei wird eine Cloud-Infrastruktur durch Stresstests auf ihre Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit getestet und nach den richtigen Kennzahlen für eine adäquate Bewertung gesucht.

Technisch werden Cloud-Infrasturkturen also immer leistungsfähiger, damit bieten sie auch Möglichkeiten für ganz neue Lösungen. „Es ist nicht so, als würden wir unsere Software einfach in eine Cloud packen und fertig. Cloud Computing selbst erlaubt uns die Entwicklung von ganz neuen, revolutionären Lösungen“, schwärmte Markus Stahl von der Vielfalt der Möglichkeiten.

Abbildung 1: Die Diskussionsrunde des LocalTalk am Rhein in Düsseldorf mit (v.l.) Bernd Becker, Markus Stahl, Volker Ludwig und Uwe Kopf. Weitere Bilder des Events finden Sie in unserer Facebook-Galerie.

Eigene Mitarbeiter gefährden die Datensicherheit mehr als die Cloud

Ein großes Thema war für die Zuhörer erneut das die Sicherheit im Umgang mit sensiblen Daten. „Die Wolke ist mobil, kann weltweit bereitgestellt und genutzt werden und bietet ein Höchstmaß an Flexibilität. Wie sieht es da mit der Sicherheit aus?“, fragte Bernd Becker die Teilnehmer der Runde. Wichtig sei vor allem ein gutes Gefühl bei der Auswahl des Providers, ein umfassender Vertrag und eine Dokumentation der sicheren Arbeitsweise durch Zertifizierung oder ein TÜV-Siegel, nannte Uwe Kopf kritische Faktoren. Rechtlich auf der sichersten Seite seien Anwender nach wie vor, wenn der ISP die Daten in einem deutschen Rechenzentrum lagert.

Einig war sich die Runde auch in der Hinsicht, dass der Faktor Mensch das größte Problem bei der Datensicherheit darstelle, wie ein Zuhörer anmerkte. „60-70% der Angriffe und Probleme im Umgang mit der Datensicherheit kommen von innen, also aus dem eigenen Unternehmen des Anwenders. Wir selbst sind in höchstem Maße auf die Sicherheit fokussiert und bieten Standards, die kleine Unternehmen gar nicht in diesem Umfang leisten können“, verschob Volker Ludwig das Problem vorsichtig auf die Anwender.

Dass die Geschäftsdaten beim spezialisierten Provider sogar in besseren Händen sein können als im eigenen Unternehmen bestätigte auch Markus Stahl. „Der USB-Stick ist mittlerweile ein viel größerer Feind als Angriffe durch Hacker. Wichtig ist daher auch die Loyalität im eigenen Unternehmen.“ Dass es tatsächlich Kunden gibt, die ihre sensiblen Personaldaten lieber einem professionellen Provider anvertrauen, statt sie in den Händen der eigenen Administratoren zu lassen, bejahte auch Uwe Kopf.

Datenübergabe und -vernichtung nach Vertragsende müssen reguliert werden

Ein Zuhörer wollte es genauer wissen und fragte, wie die Anbieter das oft verschwiegene Thema Exit-Regel und die Übergabe von Daten nach einem Vertragsende handhaben. „Tja, ans Ende denkt man halt nicht so gerne“, meinte Markus Stahl, „aber solche eindeutigen Regeln sind in unseren Verträgen genauestens reguliert.“ Das Vertragsende ist auch Thema der DCSA-Zertifizierungen des eco, ergänzte Bernd Becker, die Daten des Anwenders dürfen beim Anbieter auf keinen Fall “locked-in“ sein.

Abschließend ermunterte die Gruppe auch noch unerfahrene Anwender, die Vorzüge von Cloud-Diensten selbst zu testen. Als Testversion oder mit einer Abrechnung nach Verbrauch gehen Unternehmen mit ersten Anwendungen kaum Risiken beim Einstieg in die Cloud ein. „Cloud Computing bedeutet vor allem auch Ausprobieren, das Internet stellt diese Möglichkeiten bereit“, ermutigte Markus Stahl.


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